Short trip: One day in Prague – Kurzreise: Prag in einem Tag

A couple of weeks ago, my friend from Chattanooga (Tennessee) told me – parenthetically – that she was on her way to Prague. Since I hadn’t seen her for almost a year and since I had pleasant memories from Prague, I made a quick decision: I told my boss that I would be out of office for two days, took my boyfriend and my VW and headed to Prague.

It took us more time than calculated to reach the Czech capital. One of the reasons for the delay was the horrible traffic downtown Prague. Due to those circumstances, we started sightseeing at 6 p.m.. My friend’s husband – he was the guide – showed us around at a blazing speed. So we made it from the Wenceslas Square through the old town, passing the world famous Astronomical clock, Franz Kafka’s house of childhood, and lots of small shops in just a few minutes. At least that is what it felt like.

We took the Charles Bridge to cross the Vltava River, touched the ‘Must touch sculpture’ of Saint John of Nepomuk and reached the Lesser Town at the end of the bridge. That was the moment when my feet started to hurt, but the way back through the Lesser Town took us what felt like an hour or more. It was almost dark when we started to look for a place to eat dinner. The restaurant we found was a kind of ‘tourists only’ place. They offered menus in English and the food was okay. But nothing compared to really delicious Czech dishes made from scratch.

Next morning we got up with the birds – almost – and conquered the castle. Although it was around 9 a.m. when we started our trip, on the road to the castle hill it was more stop than go. Thanks to Kurt and his American guidebook, we discovered the huge Metronome at Letná Park, and wondered about the purpose of the tons of shoes hanging on a rope close to the Metronome. The place in front of the Hanavský-Pavilion offered an awesome view of the river.

The castle with the huge St. Vitus Cathedral, which stores the Czech Crown Jewels, was worth the early walking tour. I recommend you to discover this place yourself. Just be aware of crazy driving policeman, in the court of the castle as well as in the small streets around the castle and at the Wenceslas Square. My friend was terrified to get killed by a police car – and she doesn’t tend to be hysterical.

Conclusion: To stay in Prague for not even a whole day was a crazy travel schedule, but thanks to my well prepared friends we saw an awesome amount of attractions. Since the Czech capital is not too far from the town I live in, I’ll definitely go back to Prague. And then I’ll take more time. The bad thing is: I won’t have a second chance to explore the city with my American friends. They never travel to the same place two times – no matter how much they liked it.

Here’s my list of things to do when I travel to Prague next time:

  • Enjoy a romantic sunset at the Vltava riverbank (during our short trip the riverbanks were flooded)
  • Eat delicious Czech pork roast, sauerkraut and bohemian dumplings
  • Take my daughter to visit the house where Franz Kafka was raised. It is said that he described a lot of details of that house in his novel ‘Metamorphosis’. (My daughter read ‘Metamorphosis’ a couple of times in different languages and I guess, she has it memorized.
  • Visit a cemetery and a couple of churches
  • Take a coffee or two in one of the famous traditional Prague coffee houses    

 

 Kurzreise: Prag in einem Tag

Zugegeben: der Plan war spontan und der Zeitplan verrückt. Als meine Freundin aus Chattanooga (Tennessee, USA) kürzlich eher beiläufig schrieb, dass sie gewissermaßen auf dem Weg nach Prag sei, fasste ich einen schnellen Entschluss. Ich warf kleines Gepäck für eine Nacht in den Golf und los ging es Richtung Tschechien. Dass ich sie erst abends um 6 Uhr nach fast einem Jahr wieder in die Arme schließen konnte, war unter anderem dem enormen Verkehrsaufkommen in Prag geschuldet.

Glücklich plappernd gingen wir auf Erkundungstour, immer den beiden mitgebrachten Herren unseres Herzens folgend. Der Mann meiner Freundin übernahm die Rolle des Stadtführers, und er legte ein unglaubliches Tempo vor. Ehe ich mich versah, hatten wir die Altstadt mit den engen Gässchen, der weltberühmten astrologischen Uhr am Rathaus und dem Haus, in dem Franz Kafka – laut Reiseführer – aufgewachsen sein soll, passiert.

Die Moldau hatte sich nach einem Hochwasser noch nicht in ihr normales Bett zurückgezogen, sodass wir nur von der Karlsbrücke aus die braunen Fluten betrachten konnten. Doch Sightseeing am Abend hat Vorteile. Auf der Karlsbrücke waren nur noch mäßig viele Touristen, die übrigen saßen bereits in den Lokalen der Kleinseite beim Abendessen. Jedenfalls mussten wir auf der Karlsbrücke nicht anstehen, um die Statue des Heiligen Johannes von Nepomuk zu berühren. Dieses Ritual soll  – wie könnte es anders sein – Glück bringen.

Auf der Höhe des West-Tores der Karlsbrücke schmerzten meine Füße schon ziemlich. Dabei wollte der Rückweg noch bewältigt werden. Bis wir mit der Suche nach einem geeigneten Lokal zum Abendessen begannen, brach schon die Dämmerung über die Stadt herein. Vom Hunger geleitet entschieden wir uns für ein Touristenlokal in einer Seitenstraße des Wenzelsplatz – und wurden erwartungsgemäß enttäuscht. Richtige böhmische Küche schmeckt anders, wie ich von einem früheren Besuch in Prag weiß. Bei dieser Gelegenheit machten wir eine interessante Erfahrung: Englisch hat sich in Prag zur offiziellen Zweitsprache entwickelt. Man spricht schon auch deutsch, aber nur auf spezielle Nachfrage.

Am nächsten Morgen standen wir fast mit den Vögeln auf, um nach dem Frühstück die Burg in Angriff zu nehmen – zu Fuß, versteht sich. Vorbei am gewaltigen Metronom, zu dessen rechter Seite aus unerfindlichen Gründen eine Leine mit unzähligen Schuhen gespannt ist, kamen wir durch den schattigen Letná-Park zum Hanavský-Pavillon. Von diesem Weltausstellungsrelikt aus genossen wir den wunderbaren Ausblick auf die Stadt.

Auf der Zufahrt zur Burg staute sich der Verkehr der Frühe zum Trotz in beide Richtungen. Oben angekommen war auch Schlange stehen angesagt: Vor der mächtigen St.Veits-Kathedrale, die die Kronjuwelen beherbergt, genauso wie am Ticketcounter.

Aus zeitlichen Gründen verschafften wir uns nur einen groben Ein- und Überblick, wunderten uns über die dämonischen Figuren an der Außenfassade der Kathedrale und bestaunten den mit Mosaiken gestalteten Schaugiebel über einem Seitenportal. Das goldene Gässchen haben wir übrigens nicht besichtigt. Dafür wird ein beträchtlicher Obolus enthoben, den wir uns sparen wollten.

Auf dem Weg zurück erfreuten wir uns am Anblick der terrassenförmig angelegten Gärten und Grundstücke unterhalb der Burg, an der Plastik zweier wasserlassenden Männer vor dem Kafka-Museum und passierten schließlich die Karlsbrücke noch einmal, diesmal in der Mittagssonne.

An dieser Stelle sei vor Prager Polizisten gewarnt, die anscheinend zu viele amerikanische Krimis anschauen. Alleine dreimal an diesem Vormittag hatten sie mit quietschenden Reifen und gewagten Vorführungen ihrer Fahrkunst unser Leben bedroht.

Fazit: Weniger als 24 Stunden sind viel zu wenig Zeit, um Prag richtig kennenzulernen. Dank meiner gut vorbereiteten Freunde haben wir trotz der Kürze des Besuchs eine Menge gesehen. Fest steht: Da Prag von meinem derzeitigen Wohnort nur einige Fahrtstunden entfernt ist, werde ich mit Sicherheit wiederkommen und dann mehr Zeit mitbringen. Einziger Wehmutstropfen: Auf die Gesellschaft meiner Freunde muss ich dann verzichten, denn sie bereisen nie zweimal die gleiche Stadt – egal, wie gut es ihnen dort gefallen hat.

Hier ist meine To-Do-Liste für meinen nächsten Pragbesuch:

  • einen Sonnenuntergang am Ufer der Moldau genießen und dabei die Schwäne beobachten;
  • hausgemachten, auf der Zunge zerfließenden Schweinebraten mit Sauerkraut und böhmischen Knödeln essen;
  • meine Tochter mitnehmen, um mit ihr das Haus zu besichtigen, in dem Franz Kafka aufgewachsen sein soll. Es heißt, dass er eine Menge Details aus diesem Haus in ‚Die Verwandlung‘ beschrieben hat. (Meine Tochter hat ‘Die Verwandlung’ mehrmals in unterschiedlichen Sprachen gelesen und kann die Geschichte wahrscheinlich fast auswendig ;-) .)
  • einen Friedhof und ein paar Kirchen besichtigen;
  • einen oder zwei Kaffees in einem der berühmten traditionellen Kaffeehäusern Prags trinken; 
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Hafengeschichten: Portoferraio auf Elba – Portoferraio: Mediterranean Love

  • Anlegeplatz für Luxusyachten
  • Geschmack des Südens
  • Napoleons Winterresidenz

Unter metallischem Quietschen und Knirschen legt die Fähre in Portoferraio an. Es ist ein heißer Sommer-Vormittag. Hinter der vierköpfigen Familie im bis unters Dach beladenen Passat Variant liegt eine anstrengende Nacht. Vollsperrung bei Modena nach einem Unfall – und danach große Hetze über die kurvenreiche Autobahn nach Piombino. Immer die Zeit im Nacken, schließlich will man die gebuchte Fähre noch erreichen.

Im geschäftigen Gewimmel des Hafens suchen die übernächtigten Neuankömmlinge erst einen Parkplatz und dann eine Bar. In den hungrigen Mäulern verschwinden süße Teilchen, Hörnchen und üppig mit sonnengereiften Tomaten,  Mozzarella und Rucola belegte Ciabatta-Brote. Dazu gibt es – zumindest für die Erwachsenen – Cappuccino. So schmeckt der Süden!

Im Laufe der kommenden beiden Wochen zieht es mich immer wieder an den quirligen Hafen Darsena. Die hufeisenförmige Kaianlage zu Füßen der Festung und der Villa Mulini, die Napoleon Bonaparte während seiner Verbannung als Winterresidenz nutzte, wird für mich zum Inbegriff Italiens. Hier ist der Espresso teurer als anderswo auf Elba, aber dafür schmeckt er mit Blick auf mondäne Yachten, die in einem der In-Häfen der Region angelegt haben, auch ganz besonders.

Auf dem Wasser bemüht sich der im Schlauchboot stehende Hafenmeister ganztägig und heftig gestikultierend, Luxuskähne mit goldglänzenden Klampen an die Kaimauer zu dirigieren. Ob mit oder ohne uniformierte Crew – dieses Manöver gelingt zum Entzücken des Publikums, dessen Volumen proportional zur Bootslänge ansteigt, nicht immer. Denn Portoferraio ist ein beliebtes Ziel und das Anlegen daher entsprechend kniffelig.

Wenn sich die Nacht samtig auf die Inselhauptstadt senkt, gehört die Calata Mazzini komplett den Schaulustigen. Sie bestaunen die bunt illuminierten Yachten und die auf den Schiffen mitgeführten Accessoires, die schon mal einen Hubschrauber umfassen können. Sie studieren die Flaggen entfernter Königreiche, von deren Existenz man bisher nicht einmal etwas ahnte. Und sie hoffen, einen Blick auf die mutmaßlich prominenten Passagiere der schwimmenden Villen zu erhaschen.

Die Tages- oder bessergesagt Abendzeit, zu der sich der Gehweg zum Laufsteg verwandelt, ist nicht meine Lieblingszeit am Hafen. Die Tage hingegen machen Lust auf mediterranes Leben. Ich genieße die Sonne, die Wärme und die heitere Gelassenheit. Für mich steht fest: ich will wiederkommen, das Lebensgefühl inhalieren und möglichst lange bleiben. Übrigens kümmerte sich bei unserer eingangs beschriebenen hektischen Ankunft am Fährhafen in  Piombino niemand um die in Deutschland getätigte Buchung. Dies ist Italien und wer am Pier steht, fährt. So einfach ist das. Deshalb zum Abschied ein ausdrückliches und wörtlich zu nehmendes „Auf Wiedersehen, Portoferraio“ .

  • Mediterranean place to go
  • Winter residence of Napoleon Bonaparte
  • Favorite harbor of superyacht owners

It’s a warm summer day when I arrive at the harbor of Portoferraio (Island of Elba, Italy) the first time of my life. After an awful night, rushing through the mountains of northern Italy while scared not to catch the in advance booked ferry, our first way leads us to a bar. What we need this morning is good cappuccino, sweet Danishes, and ciabatta bread with sun ripe tomatoes, mozzarella and arugula. That tastes so much like vacation – I just enjoy the flavor, the coffee and the sun!

       

Darsena, that’s how the people from Portoferraio call their harbor, becomes one of my favorite places to go. I love to stroll around, watch the harbor master on his tiny rubber boat guiding 80-feet-yachts settling at the pier. This is much more entertaining than to watch a movie. Even Napoleon Bonaparte knew the special flair of this place. The Emperor of the French chose the Villa Mulini on the top of the hill of Portoferraio as his winter residence when he was in exile on Elba.

Next to the edge of the water, the espresso is more expensive than anywhere else on Elba. But the place, the atmosphere, and the show are worth the money. Yacht owners from all over the world love to put anchor in Portoferraio. I guess they appreciate the audience watching them and their families day and night. Lonely bays may be nice, but it’s much more fun to put your boat with helicopter, golden cleats, and shiny railing in front of an astonished crowd, isn’t it?

During my two weeks of vacation, Portoferraio and its Darsena developed into one of my favorite Mediterranean places to be. This is the place I want to spend more time enjoying the Italian lifestyle, dolce vita and dolce far niente.  Portoferraio, I look forward to see you soon!

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Asheville (North Carolina) – Reiseziel für Art Deco Fans, Kunstliebhaber und Naturfreunde

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Als ich das erste Mal von Asheville hörte, lebte ich bereits seit mehr als einem Jahr in den USA, und zwar in relativer Nähe der Stadt, die im Bundesstaat North Carolina liegt. Wohin in den Herbstferien – diese Frage stellte … Weiterlesen

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Demnächst geht’s hier richtig los … – First blog post coming soon ..

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Eigentlich sollte an dieser Stelle ein anderer Beitrag stehen. Doch die Autorin hatte anderes im Sinn. Anstatt in die Tasten zu hauen reiste sie aus dem hohen Norden nach Bayern und bestieg mit ihrer Schwester Ruth in Oberaudorf den Hausberg … Weiterlesen

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